04.05.2012
Neu im Programm: Eine Entdeckungsreise ins traditionelle Kambodscha
Das Hashemitische Königreich Jordanien grenzt im Westen an Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete des Westjordanlandes, im Norden grenzt es an Syrien und im Nordosten an den Irak sowie im Süden und Westen an das Königreich Saudi-Arabien. Im Nordwesten befindet sich das Tote Meer und im äußersten Südwesten des Landes ein kleiner Küstenbereich des Roten Meeres. Durch das gesamte Land erstreckt sich eine Hochebene über 325 km von der syrischen Grenze im Norden bis zum Ras en Naqeb im Süden, die das Landschaftsbild im Westteil des Landes prägt. Amman liegt daher auf ca. 800 m Höhe. Das Tote Meer ist der tiefste Punkt Jordaniens und der gesamten Erde mit 400 m unter dem Meeresspiegel. Ca. 80% des gesamten Landes, hauptsächlich der gesamte Ostteil, bestehen aus Wüste.
MEZ + 1 Stunde im Sommer sowie im Winter
Jordanien besitzt seit 1952 eine Parlamentarische Monarchie. Das Land hat eine Gesamtfläche von 89.342 km² und eine Bevölkerungszahl von 6,2 Mill. (Stand 2010), das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 64 Einwohnern pro km², wobei sich die Besiedlungsgebiete hauptsächlich im West- und Nordwestteil des Landes befinden. Die Hauptstadt Amman allein besitzt eine Einwohnerzahl von ca. 2,072 Mill. (Stand 2007). Amtssprache ist Arabisch wobei Englisch oft gesprochen und verstanden wird. Mit 92% bilden sunnitische Muslime den Großteil der Jordanier, den Rest teilen sich Christen und schiitische Minderheiten.
Im Sommer, von Juni bis August, ist es nicht selten, dass die Temperaturen schon einmal auf über 40°C ansteigen können, die Durchschnittstemperatur liegt während dieser Zeit jedoch bei etwa 25 bis 30°C. Die Nächte können in der Wüste empfindlich kalt werden. Der Winter überrascht in den Hochebenen und im Bergland, unter anderem auch in Petra, mit Temperaturen die unter dem Gefrierpunkt liegen können. Ab und zu fällt hier auch Schnee. Während es am Westabhang des Jordangrabens von November bis April zu Niederschlägen von bis zu 500 mm in Jahr kommen kann, regnet es in den Wüstengebieten im Ostteil des Landes oft über Jahre hinweg nicht einen Tropfen. Auf dem Hochplateau, das sich zwischen dem Roten Meer bis nach Norden zur Hauptstadt Amman erstreckt, regnet es hauptsächlich im November und Dezember. Während dieser Monate kann es hier auch durchaus schon einmal mehrere Tage in Folge regnen. Von März bis April nehmen die Niederschläge in dieser Region dann jedoch schnell ab. Im Süden des Landes am Roten Meer klettern die Temperaturen im Sommer auf bis zu 45°C, und die Winter sind hier sehr mild, so dass es noch möglich ist im Januar im Meer zu baden.
Die Jordanische Währung ist der Dinar (JD), ein Dinar entspricht 100 Piaster oder 1000 Fils. Wechselkurs: 1 Jordanischer Dinar = 1.10 Euro (Stand Aug. 2010). Banknoten gibt es in den Werten von 50, 20, 10, 5, 1 und ½ Dinar, sowie 500 Fils. Münzen gibt es in den Nennbeträgen von 1 Dinar, ½ Dinar, ¼ Dinar sowie 100, 50, 25, 10 und 5 Fil. Geld kann in allen Banken und Wechselstuben umgetauscht werden. Bessere Hotels tauschen ebenfalls Geld um, jedoch ist es hier auch am teuersten. Kreditkarten, wie American Express, Visa, Master- und Eurocard werden teilweise akzeptiert. Nähere Informationen hierzu erteilt Ihnen Ihre Hausbank. Wir empfehlen die Ausstellung von Reiseschecks in EUR oder USD. Weiterhin ist es nicht von Nachteil kleinere Beträge von Bargeld mitzuführen. Es gelten keine Beschränkungen der Ein- und Ausfuhr der Landeswährung.
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepass, der noch 6 Monate über den Reisetermin hinaus Gültigkeit besitzt und ein Visum. Das Visum können Sie sich bei der jordanischen Botschaft oder bei Ankunft am Flughafen in Amman oder Aqaba ausstellen lassen. Wir empfehlen jedoch die Ausstellung am Flughafen, da diese recht zügig und ohne Probleme vonstatten geht. Die Gebühren für die Ausstellung am Flughafen betragen zurzeit 10,- JD (ca. 10,00 EUR).
Während der Rundreise empfehlen wir Ihnen strapazierfähige Kleidung aus Baumwolle oder Leinen bzw. modernen Mikrofasern. Unpassend sind kurze Hosen für Männer und Frauen bzw. kurze Röcke. Sie sollten ebenfalls auf zu freizügige Kleidung (Schulterfrei, tief ausgeschnitten oder eng anliegend) verzichten. Sie reisen in ein islamisches Land, achten Sie aus Respekt vor den örtlichen Gebräuchen und Sitten bitte darauf, dass Ihr Körper von den Fußknöcheln bis zu den Unterarmen vollständig bedeckt ist. Frauen sollten langes Haar zusammenbinden und eine Kopfbedeckung ist schon allein aufgrund der Sonneneinstrahlung zu empfehlen. Nach Ihrer Anmeldung werden wir Ihnen eine ausführliche Ausrüstungscheckliste zusenden.
Grundsätzlich wird bei einer Einreise aus Deutschland keine Impfung von den Jordanischen Behörden verlangt. Achten Sie aber bitte im eigenen Interesse auf aktuelle Tetanus-, Polio-, Diphtherie-, Typhus- und Hepatitis A-Impfungen. Empfohlen wird die Impfung gegen Hepatitis B. Die durch Sandmücken übertragene Leishmaniose kommt saisonbedingt landesweit vor. Einfachen Schutz vor dieser Infektionskrankheit bieten aber die schon angesprochene hautbedeckende Kleidung und diverse Insektenschutzmittel zu auftragen auf die Haut. Grundsätzlich ist die medizinische Versorgung in der Hauptstadt Amman gut, jedoch entspricht sie in den ländlichen Gebieten nicht dem europäischen Standard, wir empfehlen Ihnen daher den Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung. Eine individuelle Reiseapotheke sollte von jedem Reisenden ebenfalls mitgeführt werden. Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder einem Tropeninstitut in Anspruch zu nehmen.
Achten Sie beim Fotografieren von Personen bitte auf Anstand und Zurückhaltung. Die Tradition in einem islamischen Land verbietet die Abbildung von Menschen. Jedoch lassen sich Männer und Kinder, wenn man höflich fragt, schon ganz gern einmal ablichten. Vermeiden Sie jedoch das Fotografieren von Frauen. Wenn Sie also Einheimische Fotografieren möchten tun Sie dies nicht ohne deren Einverständnis. Weiterhin ist das Fotografieren von militärischen Objekten (Kasernen, Straßensperren, Flughäfen) verboten.
Der Ramadan ist der islamische Fastenmonat, dessen Datum von Jahr zu Jahr variiert. Dieser richtet sich nach dem Mondkalender und verschiebt sich jedes Jahr um 10-11 Tage, je nach Sichtung des Neumondes. Im Jahr 2010 fällt er in die Zeit um den 11. August bis 08. September. Innerhalb dieser Zeitspanne gilt für alle Muslime ein Fastengebot um sich religiös zu besinnen. Sie verzichten dabei auf Speisen, Getränke, Rauchen, auf das Benutzen von Parfüm, und das Kauen von Kaugummi von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Das Fasten wird täglich durch ein rituelles Abendmahl (Iftar) beendet. Nicht alle Jordanier halten aber die strengen Fastenregeln ein. Nichtmuslimen ist es zwar gestattet auch während des Tages Speisen zu sich zu nehmen, seien Sie aber rücksichtsvoll und essen Sie den einheimischen nichts "vor". Außerhalb der Hotelanlagen sind tagsüber alle Restaurants geschlossen und man bekommt während dieser Zeit keinen Alkohol ausgeschenkt. Auf den Wanderungen und den Überlandfahrten werden Ihnen aber wie gewohnt die Speisen zubereitet.
Jordanien ist kein Land in dem Trinkgeld einfach wahllos verteilt wird. Geben Sie Dieses nur als Anerkennung für eine erbrachte Serviceleistung. Die Jordanier sind sehr gastfreundlich, mitunter kann es daher vorkommen, dass Sie von einer Familie eingeladen werden. Sollten Sie diese Einladung annehmen (einfache Ablehnung gilt als unhöflich und muss erklärt werden) denken Sie bitte an ein Gastgeschenk (für die Kinder z. B. Süßigkeiten o.ä., Haarschmuck für die Frau oder ein Taschenmesser für den Mann). Übliches Trinkgeld in Hotels und Restaurants sind 10% des Rechnungsbetrages. Der Kofferträger im Hotel erhält max. 1/2 Dinar. Die Trekkingguides in Petra und den Nationalparks sowie der Fahrer Ihres Jeeps im Wadi Rum erhält 1 Dinar pro Tag und Teilnehmer, die Transferfahrer erhalten etwa die Hälfte. Die Höhe des Trinkgeldes hängt selbstverständlich davon ab wie zufrieden Sie mit der erbrachten Dienstleistung waren. Geben Sie aber im Zweifelsfall lieber kein statt einem geringen Trinkgeld, da dies als Beleidigung aufgefasst wird.
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